Schwerpunktthemen der Konferenz waren u.a. das Gutachten für den Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, Möglichkeiten zur Steigerung des Frauenanteils in Führungspositionen und emanzipatorische Männerpolitik sowie eine Untersuchung zur Situation der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten.
Die Untersuchung, eine vom Bundesministerium geförderten Expertise, kommt zu dem Ergebnis: Gleichstellungsbeauftragte haben häufig schlechte Arbeitsbedingungen. Fehlende Anerkennung der Gleichstellungsstellen und ihrer Arbeit, schlechte Bezahlung, unzureichende personelle und finanzielle Ausstattung sowie fehlende Unterstützung seitens der Politik sind die Ergebnisse der bundesweiten Onlinebefragung, an der sich 70 Prozent aller Gleichstellungsbeauftragten beteiligt haben.
Weiteres zentrales Thema war das Gutachten für den ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, welcher im vergangenen Jahr veröffentlich wurde. Das Sachverständigengutachten zum Gleichstellungsbericht hat umfangreiche Empfehlungen an die Bundesregierung abgegeben. Bisher mangelt es jedoch an der konkreten Umsetzung. „Die Empfehlungen der Sachverständigenkommission für den ersten Gleichstellungsbericht müssen endlich umgesetzt werden“ meinen auch die Gleichstellungsbeauftragten aus Isernhagen, Lehrte und Sehnde, „nur so ist eine konsistente Gleichstellungspolitik möglich“.