Montag, 23. Juli 2018

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Strategische Ziele der Stadt Lehrte

Am 1. Januar 2010 ist in der Stadt Lehrte das neue kommunale Rechnungswesen (NKR) eingeführt worden. Ziel des neuen kommunalen Finanzmanagements ist die Schaffung eines langfristigen und ganzheitlichen Steuerungssystems, dem eine generelle Ausrichtung des politischen und dem folgend des verwaltungsinternen Handelns für die Zukunft zugrunde liegt. Anlass für die Einführung dieses Instruments auf kommunaler Ebene sind die Herausforderungen durch den demografischen Wandel und die immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen in den öffentlichen Haushalten. Zudem wird von der Verwaltung zunehmend ökologisches und ökonomisches Handeln erwartet.
 
Die Bestimmung strategischer Ziele als Instrument der strategischen Planung kommt ursprünglich aus der Betriebswirtschaft. Strategische Planung ist die langfristige Rahmenplanung eines Unternehmens als Ganzes, die sich an den obersten Zielen des Unternehmens orientiert. Ziel ist der Erhalt des Unternehmens. Hiervon unterscheidet sich die sog. operative Planung. Diese umfasst konkrete, detaillierte Maßnahmen zur Realisierung in den einzelnen operativen Einheiten eines Unternehmens. Die Fragestellung der strategischen Planung lautet: „Tun wir die richtigen Dinge?“, die operative Planung fragt: „Tun wir die Dinge richtig?“.
 
Diese Fragestellungen lassen sich auch auf die kommunale Verwaltung übertragen. Strategische Planung ist notwendig, um zu bestimmen, was mittel- und langfristig in der Stadt Lehrte für die Bürgerinnen und Bürger unter Berücksichtigung der zukünftig zu erwartenden finanziellen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, ökologischen und rechtlichen Entwicklungen und der o. g. Herausforderungen zu erreichen ist. Aus ihr ergibt sich letztendlich die Formulierung einzelner – operativer – Ziele für die einzelnen Organisationseinheiten der Verwaltung, für die einzelnen Produkte des doppischen Haushalts.

Der Rat der Stadt Lehrte hat in seiner Sitzung am 02. Mai 2012 die strategischen Ziele der Stadt Lehrte beschlossen. Durch einstimmigem Beschluss wurden insgesamt sechs Oberziele formuliert, die alle unter dem Leitgedanken „Leben, Wohnen und Arbeiten mit Qualität“ stehen. Er ist einerseits Obersatz, spiegelt andererseits die einzelnen Oberziele wider.

Für die einzelnen Produkte bzw. Ämter sind zukünftig sog. Unter-/Feinziele festzulegen bzw. vorhandene Ziele sind entsprechend anzupassen. Diese Ziele werden entweder von der Gesamtstrategie abgeleitet oder sie basieren auf gesetzlichen Vorgaben. Jedem Ziel sind eine oder mehrere Kennzahlen mitzugeben, über die es gemessen wird. Aus jedem dieser Ziele können sich wiederum detaillierte Zwischenziele oder einzelne konkrete Maßnahmen ableiten lassen.
 
Dem ganzheitlichen Ansatz folgend, sollten alle (Unter-)Ziele messbar sein und möglichst auch unterjährig gesteuert werden können. Durch den Haushaltsbeschluss werden dann die einzelnen Ziele und dafür bereitgestellte Budget zwischen Politik und Verwaltung vereinbart. Die Verwaltung verfolgt diese Ziele eigenverantwortlich und berichtet den politischen Gremien regelmäßig über den Grad der Zielerfüllung. Bei wesentlichen Abweichungen werden Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen und den politischen Gremien entsprechende Vorschläge unterbreitet. Je nachdem, ob ein Ziel erreicht wurde, werden neue Ziele und Budgets/Eckwerte – orientiert an der Gesamtstrategie – vereinbart.

Auf der rechten Seite unter weiterführende Informationen können zum einen das Schaubild der strategischen Ziele und zum anderen die dazugehörigen Erläuterungen eingesehen werden.


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