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Arpke, Schwüblingser Straße, Lückenschluss gemeinsamer Geh- und Radweg
Die Region Hannover hat 2017 ein baulastträgerübergreifendes Vorrangnetz für den Alltagsradverkehr entwickelt und setzt sukzessiv Infrastrukturprojekte im Rahmen des Vorrangnetzes um mit dem Ziel den Radverkehr in der Region Hannover schneller, bequemer und sicherer zu machen. Aktuell befindet sich der Neubau des Radweges zwischen Arpke und Schwüblingsen entlang der Kreisstraßen 125 und 131 in der Planung. Die Umsetzung der Baumaßnahme ist von der Region Hannover für das Jahr 2027 anvisiert.
Die Verbindung zwischen Arpke und Schwüblingsen ist auch eine Route im kommunalen Radverkehrsnetz der Stadt Lehrte. In der Ortschaft Arpke ist nördlich der Schwüblingser Straße ein Gehweg vorhanden, welcher in Richtung L 412 hinter der Zufahrt des Nahversorgers endet. Zwischen dem Ende des Gehweges und der L 412 gibt es für den Fuß- und Radverkehr aktuell keine separate Verkehrsanlage.
Für die Feuerwehr ist ein Neubau am nordöstlichen Siedlungsrand von Arpke, südlich der Schwüblingser Straße in Planung. Im Zusammenhang mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses sind Räumlichkeiten für die immer stärker wachsende Kinder- und Jugendfeuerwehr als wesentlicher Bestandteil vorgesehen. Auch dorfgemeinschaftliche Veranstaltungen und Sitzungen können im neuen Feuerwehrgerätehaus stattfinden. Um die Erreichbarkeit des neuen Feuerwehrgeländes zukünftig auch für den Fuß- und Radverkehr zu gewährleisten, ist die Anbindung mit einer geeigneten Verkehrsanlage ein wichtiger Bestandteil dieser Maßnahme.
Die Lücke zwischen dem Gehweg in Arpke und dem geplanten Radweg entlang der Kreisstraße in Richtung Schwüblingsen soll geschlossen werden. Dafür wurde bereits 2024 Grunderwerb nördlich der Schwüblingser Straße getätigt. Der Weg ist mit 2,50 m Breite und 0,75 m Abstand zur neuen Grundstücksgrenze geplant, so dass der Abstand zu den vorhandenen Bäumen am Fahrbahnrand der Schwüblingser Straße möglichst groß ist. Zwischen Weg und Bäumen wird die Grünfläche ausgemuldet, so dass auch der anfallende Niederschlag dort versickern kann.
In Arpke fahren die Radfahrenden zusammen mit den KFZ-Führenden auf der Fahrbahn. Am Ortseingang sollen die Radfahrenden von der Fahrbahn innerorts sicher auf den gemeinsamen Geh- und Radweg außerorts geleitet werden. Dies gilt entsprechend umgekehrt für die Radfahrenden die in den Ort einfahren wollen. Daher wird eine Mittelinsel angelegt, die durch räumlich getrennte Querungsmöglichkeiten für den Fuß- und Radverkehr eine sichere Querung ermöglicht. Die Querung für den Fußverkehr wird mit taktilen Elementen barrierefrei gestaltet. Auf der Südseite der Straße wird zwischen der Querung und der Zufahrt zur Feuerwehr ein Gehweg angelegt, der sowohl die vorhandene Wohnbebauung als auch das Feuerwehrgelände anschließen soll. Die Mittelinsel ist gleichzeitig dazu geeignet, die Aufmerksamkeit der KFZ-Führenden zu erhöhen. Die in der Regel zu hohen Geschwindigkeiten bei der Einfahrt in den Ort werden reduziert und durch die bauliche Gestaltung an die Situation angepasst.
Die Maßnahme ist gemäß Dorfentwicklungsplan der Dorfregion Lebensort ISA (DEP) Bestandteil im Handlungsfeld 3 "Klimaschutz/Versorgung/Mobilität" mit Priorität B1. Dementsprechend wurden für die Maßnahme im September 2025 Fördergelder beim ArL beantragt. Bei positivem Förderbescheid kann die Baumaßnahme in 2026 beginnen. Vor Baubeginn sind noch die Genehmigungen der Träger öffentlicher Belange einzuholen.
Dokumente
| Anlage_Radverkehrsnetze.pdf (362 kB) |