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Ausstellungen
Kwanho Yuh - Willkommen im Wunderland
© Kwanho YuhDie Künstlerin entdeckt in alltäglichen Dingen zugleich Schönheit und Vergänglichkeit. Pflanzen rücken als Samenkapseln über prachtvolle Blüten bis zu den vertrockneten Resten im Gemüsebeet in den Fokus. Teils werden die Beobachtungen direkt in Fotografien festgehalten, teils in plastischen Arbeiten umgesetzt, bei denen Vergrößerung wie Verfremdung als künstlerisches Mittel dienen. Mit Hilfe einer Rahmung oder einer ungewöhnlichen Materialität werden die Fotografien zu Objekten, die eine erweiterte Präsentation im Raum und somit eine veränderte Wahrnehmung ermöglichen.
Verschiedene kulturelle Einflüsse finden sich in den Arbeiten, bei denen auch Autobiographisches berücksichtigt wird. Die mediale Vielfalt der Ausstellung, die Film, Fotografie und Objekte im Raum inszeniert, ermöglicht einen vertieften Blick auf vermeintlich Nebensächliches. Zeitliche Abläufe werden thematisiert und lassen zyklische Prozesse wie auch das Verhältnis von Bewegung im Raum sichtbar werden. Die unabhängig voneinander entstandenen Arbeiten verbinden sich zu einer ungewöhnlichen Sicht auf Unscheinbares und Alltägliches, das herausgelöst aus den ursprünglichen Kontext seine Schönheit entfalten kann.
Kwanho Yuh hat Malerei in Südkorea und Fotografie an der FH für Kunst und Design Hannover studiert. Sie lebt und arbeitet in Hannover.
Eröffnung: Freitag, 26. Juni 2026, 19.00 Uhr
Dauer der Ausstellung: bis 18. September 2026
Vorschau
Kathrin Schwarz - Tiere im Sonntagsgeschirr
© Kathrin SchwarzDie Gemälde, Zeichnungen und Objekte der Künstlerin scheinen kleine Geschichten zu erzählen, deren Bildebene durch eigenwillige Werktitel erweitert wird. Bekannte Motive wie heimische Tiere, Häuser, Wolken und Küchengeschirr treffen in überraschender, oft humorvoller und absurder Weise aufeinander. wirkt die Darstellung auf den ersten Blick unbeschwert, so entfaltet sie aufgrund ihrer grafischen und malerischen Bildsprache einen Phantasieraum, der alltägliche Grenzen verschiebt und ins Surreale aufweitet.
Die grafischen Strukturen, die aus kurzen Strichen, Kreisen und Umrisslinien bestehen, werden durch Farbflächen und malerische Elemente ergänzt, ohne diese zu überdecken. Räumlichkeit entsteht dabei durch ungewöhnliche Größenverhältnisse und Überschneidungen, nicht durch eine illusionistische Bildkonstruktion. Einzelne Motive finden sich keramischen Arbeiten wieder, deren farbliche und grafische Gestaltung wie ihre Platzierung im Raum eine zusätzliche Rezeptionsebene eröffnet.
In einer spielerischen Erzählweise werden Tieren, Häusern und anderen Dingen ungewöhnliche Rollen zugewiesen. Das führt beim Aufeinandertreffen von menschlicher Alltagswelt mit Naturphänomenen und Tieren zu Mischformen wie Konstellationen, die gewohnte Regeln überschreiten. Eine neue Bildrealität entsteht, die eigenen Gesetzen und Inhalten folgt und die Vorstellungsmöglichkeiten erweitert.
Kathrin Schwarz hat Bildende Kunst in Greifswald und Halle studiert. Sie lebt und arbeitet bei Hannover.
Eröffnung: Freitag, 25. September 2026, 19.00 Uhr
| Sachgebiet Kultur/Bibliothek/Archiv | |
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