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Bekanntmachung der TenneT TSO GmbH Landesbergen – Mehrum/Nord Ankündigung von Baugrunduntersuchungen in der Region Hannover sowie im Landkreis Peine vom 26.05.2026 bis zum 17.08.2026
Als zuständiger Übertragungsnetzbetreiber ersetzt TenneT die bestehende 380-kV-Stromleitung von Landesbergen über Lehrte nach Mehrum/Nord durch eine leistungsstärkere 380-kV-Leitung. Im Rahmen der Planungen sind im Projektabschnitt zwischen dem Umspannwerk Lehrte/ Ahlten und dem Umspannwerk Mehrum/ Nord Untersuchungen zu Boden und Baugrund erforderlich
Ziel der Baugrunduntersuchungen ist die geologisch-bautechnische Aufnahme und Analyse der Bodenschichtung und des Grundwasserstandes. Durch die Untersuchung des Bodenprofils können die bodenmechanischen Eigenschaften des Baugrundes optimal in die Planung der Mastgründung einbezogen werden. Die Maßnahmen sind vorläufiger Natur und dienen zur Erkenntnisgewinnung für die weitere Planung und spätere Umsetzung des Vorhabens. Mit den Baugrunduntersuchungen geht keine Vorfestlegung auf den späteren Trassenverlauf einher. Die Festlegung auf den Trassenverlauf erfolgt durch ein Planfeststellungsverfahren.
TenneT hat die Firma Dr. Spang GmbH mit Sitz in Witten beauftragt, die erforderlichen Baugrunduntersuchungen durchzuführen, unter Berücksichtigung der ökologischen Belange. Änderungen oder Ergänzungen bei den ausführenden Firmen bleiben ausdrücklich vorbehalten.
Zeitraum der geplanten Maßnahmen:
Die Baugrunduntersuchungen beginnen am 26. Mai 2026 und enden voraussichtlich 17. August 2026. Der genaue zeitliche Ablauf hängt von den äußeren Umständen ab, beispielsweise den örtlichen Gegebenheiten, den Wetterverhältnissen und dem Sondierungsfortschritt. Die täglichen Arbeiten erfolgen von Montag bis Samstag, jeweils in der Zeit von 8:00 - 18:00 Uhr.
Art und Umfang der Untersuchungen:
Zu den Baugrunduntersuchungen gehören die Herrichtung der Zuwegungen zu den Untersuchungsstandorten durch Baggermatten, Spurplatten u. ä., die Baustelleneinrichtung durch Vermessen und Verpflocken der Bohrpunkte, inklusive des An- und Abtransportes aller für die Durchführung der Arbeiten erforderlichen Geräte, Fahrzeuge, Werkzeuge und Materialien sowie
· die Durchführung von Drucksondierungen (CPT) nach DIN EN ISO
22476-1 bis ca. 35 m Tiefe je Sondierung. Je nach Erfordernis sind
auch Tiefen bis zu 40 m möglich.
· die Durchführung von Kernbohrungen (BK) nach DIN EN ISO 22475-1
bis ca. 35 m Tiefe je Bohrung. Je nach Erfordernis sind auch
Bohrtiefen bis zu 40 m möglich.
Die gelisteten Untersuchungen finden jeweils in zeitlichem Abstand zueinander statt. Das heißt: Es ist möglich, dass Ihr Flurstück mehrfach betreten werden muss.
Die Untersuchungen nehmen jeweils unterschiedliche Zeiträume in Anspruch. Die Drucksondierungsarbeiten dauern in der Regel wenige Stunden, während die Bohrarbeiten bis zu drei Tage andauern können. In Abhängigkeit der Ergebnisse können darüber hinaus noch weitere Maßnahmen erforderlich werden, beispielsweise der Bau von Grundwassermessstellen. Diese werden jedoch ggf. gesondert angekündigt.
Betretung und Befahrung:
Für die Baugrunduntersuchungen ist es erforderlich, dass die Mitarbeiter der beauftragten Firma die Grundstücke betreten sowie Wald- und landwirtschaftliche Wege befahren. Darüber hinaus wird es auch notwendig sein, temporäre Abstellflächen in Anspruch zu nehmen, beispielsweise um die erforderlichen Geräte, Fahrzeuge, Werkzeuge und Materialien an- und abzutransportieren.
Die ungefähre Lage der Untersuchungspunkte sowie der hierfür vorgesehenen Zuwegung entnehmen Sie bitte dem anliegenden Lageplan. Eventuell ist es notwendig, dass die Zuwegungen durch unsere Dienstleister zur Befahrung entsprechend vorbereitet werden (Einsatz von Baggermatten oder Spurplatten o. ä.).
An den Maststandorten finden folgende Untersuchungen statt:
Drucksondierungen
Die Drucksondierungen erfolgen nach DIN EN ISO 22476-1 Hierbei wird eine Sonde mit kegelförmiger Spitze über ein Gestänge mit kontinuierlicher Geschwindigkeit lotrecht in den Untergrund gedrückt. Die Analyse des Untergrunds erfolgt über die Auswertung der Messwerte Spitzendruck und Mantelreibung. Als Gegengewicht für die hydraulische Einpressung werden speziell umgerüstete Lastwagen verwendet. Pro Maststandort sind vier dieser Untersuchungen vorgesehen und werden pro Maststandort etwa einen Tag andauern. Darüber hinaus wird es auch notwendig sein, temporäre Abstellflächen in Anspruch zu nehmen, zum Beispiel um die erforderlichen Geräte, Fahrzeuge, Werkzeuge und Materialien an- und abzutransportieren. Zu den Baugrunduntersuchungen gehören zudem das Einmessen und Auspflocken der Bohrpunkte sowie die temporäre Bohrstelleneinrichtung.
Bei der Drucksondierung besteht die Möglichkeit, das Modell MAN TGA 26.390 6x6 zu verwenden. Dieses Gerät hat eine Länge von 8,0 Metern, eine Breite von 2,5 Metern und eine Höhe von 3,6 Metern bei einem Gesamt-gewicht des Gespanns von 22,0 Tonnen. Alternativ kann das Modell Mercedes-Benz UNIMOG U 2450 4x4 eingesetzt werden, das 7,0 Meter lang, 2,5 Meter breit und 3,6 Meter hoch ist und rund 13,0 Tonnen wiegt.
Bei unvorhergesehenen Ereignissen, beispielsweise die Nichtverfügbarkeit von Maschinen, kann eine temporäre Anpassung der Maschinen gleichwertiger Spezifikationen erforderlich sein. Bei unwegsamem Gelände oder ungünstiger Witterungsverhältnisse werden im Bedarfsfall Wegeplatten ausgelegt, um nachteilige Einwirkungen auf den Boden zu minimieren.
Kernbohrungen
Kernbohrungen erfolgen nach DIN EN ISO 22475 Hierbei handelt es sich um ein direktes Baugrunderkundungsverfahren mit der Gewinnung von ungestörten Bodenproben. Mithilfe dieses Erkundungsverfahrens lassen sich die Tragfähigkeit, die Beschaffenheit und die Wasserverhältnisse des Untergrunds beurteilen. Das Bohrgerät schlägt oder dreht dabei ein hohles Stahlrohr in den Boden. Danach wird das Stahlrohr wieder aus dem Boden gezogen, mit dem passenden Werkzeug entleert und Proben zur weiteren Analyse gewonnen. Eine erste Einschätzung erfolgt durch Geologen durch Ansprache des Kerngewinns vor Ort. Für genauere Klassifizierungen erfolgen weitere Untersuchungen in spezialisierten Laboren. Pro Maststandort ist eine Trockenbohrung vorgesehen und nimmt etwa vier bis fünf Tage in Anspruch. In Einzelfällen können auch größere Bohrtiefen erforderlich werden, die mehr Zeit benötigen. Nach erfolgreichem Abschluss der Bohrungen werden die Bohrlöcher fachgerecht verfüllt und Abfälle und überschüssiges Bohrgut ordnungsgemäß entsorgt.
Für den Einsatz stehen zwei Großgeräte zur Verfügung: das Modell RL-48 von ROLATEC und das TP-55WL von TECOiNSA. Das RL-48 besitzt Abmessungen von 4,95 x 2,0 x 1,60 Metern (LxBxH). Im Betrieb kann der Mast bis zu einer maximalen Höhe von 7,30 Metern ausgefahren werden, und das Gesamtgewicht der Einheit beträgt 4.300 Kilogramm. Alternativ kann das TP-55WL der Firma TECOiNSA eingesetzt werden, das Abmessungen von 6,30 x 2,0 x 2,75 Metern (LxBxH) hat und ein Gewicht von 8.500 Kilogramm aufweist.
Bei unvorhergesehenen Ereignissen, beispielsweise die Nichtverfügbarkeit von Maschinen, kann eine temporäre Anpassung der Maschinen gleichwertiger Spezifikationen erforderlich sein. Bei unwegsamem Gelände oder ungünstiger Witterungsverhältnisse, werden im Bedarfsfall Wegeplatten ausgelegt, um nachteilige Einwirkungen auf den Boden zu minimieren.
Rechtlicher Rahmen:
Wir weisen darauf hin, dass es sich bei diesen Arbeiten um vorbereitende Maßnahmen gemäß § 44 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) handelt, welche die Vorhabenträger (TenneT TSO GmbH) oder hierzu beauftragte Unternehmen nach vorheriger Information durchführen dürfen. Somit besteht für Sie grundsätzlich die Pflicht zur Duldung der vorgenannten Arbeiten auf Ihrem Flurstück. Die Untersuchungspunkte wurden von unserem Baugrundgutachter nach verschiedenen Kriterien festgelegt und dienen, wie bereits geschildert, der Erkundung der Geologie. Bei den Baugrunduntersuchungen handelt es sich nicht um Baumaßnahmen.
Grundsätzlich werden die Maßnahmen durchgehend möglichst bodenschonend durchgeführt (z.B. durch den Einsatz von Kettenfahrzeugen und Baggermatten nach Erfordernis). Dabei werden die Arbeiten vor und nach der Baugrunduntersuchung (auf Wunsch zusammen mit den betroffenen Personen) dokumentiert und die Arbeiten selbst durch eine geschulte Fachbauleitung überwacht.
Sollte es trotz aller getroffenen Vorkehrungen und Vorsicht zu Baufolgeschäden (Flurschäden) kommen, werden die entstandenen Schäden entschädigt. Wird keine Einigung über die Höhe des Flurschadens erzielt, kann hierfür ein öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter von TenneT beauftragt werden.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit.
Stella Meyer
Referentin für Bürgerbeteiligung
T +49 152 53219293
E stella.meyer-hornbostel@tennet.eu
TenneT Germany ist der größte Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen betreibt kritische Infrastruktur für den Zugang zu einer zuverlässigen, nachhaltigen und bezahlbaren Stromversorgung. TenneT Germany beschäftigt über 5.000 Mitarbeitende und ist einer der größten Investoren in Stromnetze an Land und auf See in Deutschland. An der nordwesteuropäischen Energiedrehscheibe gelegen, verbindet TenneT Germany: Nord und Süd. Offshore und Onshore. Deutschland und Europa. Unser Wachstum wird durch eine sich schnell entwickelnde Stromnachfrage angetrieben, die eine flexible und wachsende Netzarchitektur erfordert. TenneT Germany ist Teil der TenneT Group, dem europäischen Marktführer im grenzüberschreitenden Netzausbau und Pionier bei der Anbindung des europäischen Festlands an eine der weltweit größten erneuerbaren Energiequellen, die Nordsee.
Lighting the way ahead together
Flurstücksliste:
| Stadt/ Gemeinde | Gemarkung | Flur |
| Stadt Lehrte | Ahlten | 5 |
| Stadt Lehrte | Lehrte | 4 |
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Zusätzlich zur Veröffentlichung auf der Internetseite der Stadt Lehrte (https://www.lehrte.de) liegt die vollständige ortsübliche Bekanntmachung inklusive der Karten an der Anmeldung des Bürgerbüros im Erdgeschoss des Rathauses, Rathausplatz 1, 31275 Lehrte, aus. Das Bürgerbüro hat die folgenden Sprechzeiten: Montag 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr Dienstag 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr Mittwoch 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 16.00 Uhr Donnerstag 08.00 - 12.00 Uhr und 13.00 - 18.00 Uhr Freitag 08.00 - 13.00 Uhr Die Unterlagen und weitere Informationen zum Projekt finden Sie zusätzlich auf unserer Webseite unter: |

