Ein Integrationskonzept für Lehrte

Einladung zum Mitmachen

Wir sind aufgrund des Krieges in der Ukraine in der Situation, akut helfen zu müssen und zu wollen. Doch auch die Frage, wie Teilhabe in Lehrte für die Menschen, die bereits hierher eingewandert sind verbessert werden kann wird bearbeitet. Wir freuen uns, wenn Sie mitmachen.

Die Stadt Lehrte soll ein eigenes Integrationskonzept bekommen. Die sehr gut besuchte Auftaktveranstaltung zum Prozess der Erstellung des Konzeptes fand im Spätjahr 2021 im Kurt-Hirschfeld-Forum statt. Aus dem Feedback dieser Veranstaltung wurde deutlich, dass einige Themenbereiche im weiteren Prozess genauer betrachtet werden sollten. Die Bearbeitung und Aufbereitung dieser Themenbereiche findet derzeit im Rahmen eines partizipativen Prozesses mit mehreren Workshops statt. Die Ergebnisse der Workshops werden die Grundlage für die Erstellung des Konzeptes bilden. Alle interessierten Lehrter*innen sind aufgerufen, mitzumachen.

Aktuell werten wir die ersten fünf Workshops der Beteiligungsphase aus. Wenn es Neuigkeiten gibt finden Sie hier alle Informationen.

Bei Fragen zu den Workshops zum Integrationskonzept allgemein oder wenn Sie mitmachen möchten melden Sie sich bitte unter florian.grawan@lehrte.de

Der erste Workshop  zum Thema  Arbeit und Ausbildung am fand am 17.02.2022 statt.  Zu Beginn des Workshops trug Dina de Haas (KAUSA-Landesstelle Niedersachsen) eine kurze Präsentation über Arbeitsmarktintegration in der Region Hannover vor. Im Anschluss diskutierten die über 30 Teilnehmenden über das Thema und brachten ihre Erfahrungen und ihr Wissen ein. Die Ergebnisse des Workshops werden nun ausgewertet und fließen in das Integrationskonzept ein. 

Der zweite Workshop fand am 16.03.2022 zum Thema Sprachkurse statt. Für diesen Workshop konnten wir Frau Schindel, Programmbereichsleiterin der VHS Ostkreis gewinnen. Fr. Schindel hielt zu Beginn des Workshops einen kurzen Vortrag über die Sprachkursgestaltung in Lehrte. Im Anschluss sammelten die Teilnehmer*innen ihre Anregungen zur Frage, wie die Situation in Bezug auf das Deutschlernen in Lehrte, auch in Schule, über ehrenamtliche Angebote etc. verbessert werden kann. Dabei kamen viele unterschiedliche wertvolle Anregungen zusammen.

Das Thema Rassismus und Diskriminierung war Inhalt des dritten Workshops am 17.03.2022. Hier gab es Raum für den Austausch über eigene Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung, sowohl aus der Perspektive von betroffenen Personen als auch von Unterstützer*innen betroffener Personen. Ziel war, Maßnahmen zu erarbeiten, die in Zukunft einen besseren Schutz vor Diskriminierung und Rassismus in Lehrte ermöglichen. Viele Teilnehmer*innen, hatten unterschiedliche Ideen, welche Angebote und Strukturen Lehrte dabei helfen können, Rassismus und Diskriminierung besser zu verhindern. Zu Beginn des Workshops ermöglichte Frau Zander, die lange Zeit in einer Antidiskriminierungsstelle tätig war einen Einstieg ins Thema.

Der fünfte Workshop zum Thema Interkulturelle Öffnung (der Verwaltung) ist am 12.05. durchgeführt worden. Im Anschluss an einen kurzen fachlichen Input durch Laurin Friedrich von der Universität Duisburg-Essen gab es einen Austausch über Chancen und Herausforderungen interkultureller Öffnung. Die Zuwanderung von Menschen unterschiedlicher Herkunft birgt für staatliche Institutionen wie zum Beispiel die Stadtverwaltung Lehrte neue Herausforderungen. Angebote erreichen neu zugewanderte Menschen häufig nicht, weil unterschiedliche Barrieren den Zugang verhindern. Das Gebot der Chancengleichheit und der sozialen Gerechtigkeit gibt aber den Anspruch vor, für alle Einwohner*innen die Angebote zugänglich zu machen, die es gibt, und denjenigen Unterstützung und Hilfe anzubieten, für die das notwendig ist.

Veränderte Strukturen in der Bevölkerung, zum Beispiel durch vermehrte Zuwanderung aus Ländern und Sprachräumen, die bislang noch nicht in Lehrte vorhanden waren, machen hierbei stetig verändertes Handeln notwendig. Der Prozess der interkulturellen Öffnung bringt viele Vorteile: erhöhte Nutzer*innenorientierung, höhere Kreativität durch die Einbeziehung vielfältiger Sichtweisen, die Bindung von Beschäftigten sowie die Schaffung einer produktiven Gesamtatmosphäre können positive Effekte sein. Dem stehen manchmal rechtliche Regelungen entgegen. Interkulturelle Öffnung ist nie komplett erreicht, sondern immer ein Prozess.