SuedLink

Die Stromtrasse SuedLink ist ein Gemeinschaftsprojekt der Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW. Auf einer Länge von ca. 800 km sollten ursprünglich zwei 500 kV-Gleichstromhöchstspannungsleitungen zwischen Wilster bei Hamburg und Grafenrheinfeld in Bayern sowie zwischen Brunsbüttel in Schleswig-Holstein und Großgartach in Baden-Württemberg errichtet werden. Nachfolgend hat die Stadt Lehrte Informationen zum Trassenverlauf sowie zum Planverfahren zusammengestellt.

TenneT hatte am 10.04.2014 eine Informationsveranstaltung (Info-Markt) für die Städte Lehrte und Sehnde im Kurt-Hirschfeld-Forum durchgeführt, um vor Einleitung des offiziellen Planverfahrens frühzeitig über die geplante Suedlink-Trasse, die von Wilster in Schleswig-Holstein bis nach Grafenrheinfeld in Bayern führen soll, zu informieren. Zudem standen Mitarbeiter der Bundesnetzagentur für Fragen zum Planverfahren zur Verfügung. In der Veranstaltung konnten von interessierten Bürgerinnen und Bürgern bereits Hinweise zum geplanten Trassenkorridorvorschlag abgegeben (TKS 095) werden.

Am 06.10.2014 fand in Hannover eine weitere Informationsveranstaltung des Stromnetzbetreibers TenneT in Form eines Info-Marktes statt, bei der die Auswertung der ersten Bürgerbeteiligung vorgestellt wurde. Dabei wurden für Lehrte zwei neue Trassenalternativen vorgeschlagen, von denen eine Alternative westlich von Klein-Kolshorn (TKS 8B2) und eine Alternative westlich von Immensen über das Lehrter Stadtgebiet verlaufen würde (ALT_095; s. nachfolgender Plan mit Trassenkorridoren in Lehrte).

In einer Informationsvorlage sind die wichtigsten Informationen zur SuedLink-Trasse und zum Planverfahren zusammengefasst: Informationsvorlage

In den Anlagen zu dieser Vorlage sind der Trassenkorridor sowie die Alternativtrassen innerhalb des Stadtgebiets von Lehrte dargestellt:

Plan mit Trassenkorridoren in Lehrte

Alternativtrassen im Raum Lehrte mit Bewertung durch TenneT

TenneT hatte am 12.12.2014 den Antrag auf Bundesfachplanung für die erste SuedLink-Verbindung Wilster – Grafenrheinfeld bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Mit dem Einreichen der Antragsunterlagen durch TenneT wurde die Voraussetzung geschaffen, damit die Bundesnetzagentur als Genehmigungsbehörde das formelle Verfahren, das Vorverfahren der Bundesfachplanung, beginnen kann. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens wird der am besten geeignete, einen Kilometer breite, Trassenkorridor verbindlich festgelegt. In einem anschließenden Verfahren, der Planfeststellung, wird dann der genaue Verlauf der Leitung innerhalb dieses Trassenkorridors bestimmt.

Auf der Homepage von TenneT können unter dem nachfolgenden Link allgemeine Informationen zur Stromtrasse sowie zum Planverfahren, abgerufen werden:  Link

Die 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) legt die zum Schutz und zur Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder zu erfüllenden immissionsschutzrechtlichen Pflichten fest. In den nachfolgenden „Hinweisen zur Durchführung der Verordnung über elektromagnetische Felder“ werden dazu Erläuterungen gegeben, u.a. auch im Hinblick auf Gleichstromtrassen: 

allgemeine Verwaltungsvorschriften

Begründung BImsch

In der Sitzung des Bau- und Verkehrsplanungsausschusses vom 26.01.2015 haben Vertreterinnen des Stromnetzbetreibers TenneT das Planverfahren sowie die Planungen zur SuedLink-Trasse generell vorgestellt und sind auf die die Stadt Lehrte betreffende Vorzugsvariante sowie die möglichen Trassenalternativen eingegangen. Zudem wurde in der Sitzung den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit gegeben, Fragen zu stellen.
Es wurde nochmals von TenneT deutlich gemacht, dass für die geplante Stromtrasse eine neue gesetzliche Grundlage, das Netzausbaubeschleunigungsgesetz Übertragungsnetz (NABEG),  sowie ein neues Planungs- und Genehmigungsverfahren, die Bundesfachplanung, zum Einsatz kommen.

Die Präsentation von TenneT aus dem Bau- und Verkehrsplanungsausschuss ist nachfolgend abrufbar: Präsentation

In der Sitzung des Bau- und Verkehrsplanungsausschusses am 08.06.2015 haben Vertreter der Bundesnetzagentur über das Verfahren der Bundesfachplanung, die Möglichkeiten der Beteiligung im Verfahren sowie über die Planungen zur SuedLink-Trasse berichtet. Anwesende Bürgerinnen und Bürger hatten zudem in der Sitzung Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die Präsentation der Bundesnetzagentur ist nachfolgend abrufbar: Präsentation

Für den Fall, dass nach der Überarbeitung des Antrags auf Bundesfachplanung die vorgeschlagenen Varianten im Raum Lehrte weiterverfolgt werden sollen, hat der Rat der Stadt Lehrte in seiner Sitzung am 17.06.2015 beschlossen, im Vorfeld der Antragskonferenz und des offiziellen Beteiligungsverfahrens die nachfolgende Stellungnahme abzugeben, damit die Belange der Stadt Lehrte frühzeitig in den Untersuchungsrahmen eingestellt werden können:

Beschlussvorlage ohne Haushalt

Anlage 1 Raumanalyse

Anlage 2 Pläne

Anlage 3 Ausschnitt Flächennutzungsplan Gewerbegebiet

Anlage 4 Ausschnitt Flächennutzungsplan Kläranlage

Zwischenzeitlich wurde im Dezember 2015 von der Bundesregierung ein Vorrang für eine Erdverkabelung bei Höchstspannungs-Gleichstrom-Projekten beschlossen. Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW haben aktuell eine neue Planung für die beiden Gleichstromhöchstspannungsleitungen zwischen Wilster und Grafenrheinfeld sowie zwischen Brunsbüttel und Großgartach erarbeitet, die nunmehr in einer gemeinsamen Erdkabel-Trasse verlaufen sollen.

Auf einer Länge von ca. 600 bzw. 700 km sollen zwei 500 kV-Stromtrassen als Erdkabel zwischen Wilster bei Hamburg und Grafenrheinfeld in Bayern (Vorhaben 4) sowie zwischen Brunsbüttel in Schleswig-Holstein und Großgartach in Baden-Württemberg (Vorhaben 3) verlegt werden.

Die Anträge für das offizielle Beteiligungsverfahren, die Bundesfachplanung, werden von den Vorhabenträgern abschnittsweise gestellt. Die Region Hannover liegt im Abschnitt B, der von Scheeßel bis Bad Gandersheim reicht. In diesem Abschnitt verläuft der Vorzugstrassenkorridor auf dem Gebiet der Stadt Lehrte in einem kleinen Bereich im Osten der Gemarkung Sievershausen und tangiert den Südosten des Hainwaldes in der Gemarkung Hämelerwald. Der Alternativtrassenkorridor, der im Rahmen des Genehmigungsverfahrens untersucht werden muss, verläuft im Westen der Region Hannover.

Durch die vorgeschlagene Trassenführung ist die Stadt Lehrte in geringerem Ausmaß betroffen als durch die ursprüngliche Planung für die SuedLink-Trasse als Höchstspannungsfreileitung. Durch den Wechsel der Ausführung der Leitung als Erdkabeltrasse sind zudem geringere Umweltauswirkungen, insbesondere in Bezug auf das Landschaftsbild, zu erwarten.

Nach Prüfung des eingereichten Antrags auf Vollständigkeit hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) als zuständige Genehmigungsbehörde nunmehr die Bundesfachplanung eröffnet und für den Abschnitt B am 13.06.2017 eine Antragskonferenz in Hannover durchgeführt. In der Antragskonferenz wurden der vorgeschlagene Vorzugstrassenkorridor sowie in Frage kommende Alternativen erörtert. Alle Informationen zur Antragskonferenz können unter dem Link aufgerufen werden.

In den Festlegungsprotokollen nach § 7 Abs. 4 NABEG hat die BNetzA auf Basis der auf den Antragskonferenzen eingebrachten Hinweise und Stellungahmen den Untersuchungsrahmen festgelegt. Dies bedeutet auch, dass die BNetzA damit die Korridore festlegen wird, die im Hauptverfahren tiefergehend untersucht werden sollen.

Die Vorhabenträger haben die Planunterlagen nach § 8 NABEG am 22.03.2019 bei der BNetzA eingereicht. Danach verläuft der Vorzugskorridor westlich von Hannover, so dass die Stadt Lehrte nach derzeitigem Stand nicht mehr von der Planung berührt wird.

Die Planunterlagen haben in der Zeit vom 13.05.2019 bis zum 12.07.2019 öffentlich ausgelegen. Unter dem nachfolgenden Link können die Planunterlagen eingesehen werden:  Link. Darüber hinaus fand  zur Information der Bürgerinnen und Bürger am 29.05.2019 von 16.00 - 19.00 Uhr im Schulzentrum Garbsen ein Infomarkt statt.

Im weiteren Verfahren der Bundesfachplanung hat die Bundesnetzagentur am 10. und 11. September 2019 in einem Erörterungstermin für den Abschnitt B der Höchstspannungsleitungen mündlich die rechtzeitig erhobenen Einwendungen mit dem Vorhabenträger und den Stellungnehmern erörtert.

Die Bundesnetzagentur wird nun über den Verlauf des Trassenkorridors entscheiden.

Weitere Informationen können beim Bürgerdialog Stromnetz, einem vom Bundeswirtschafts-ministerium geförderten Projekt, das Kommunen und Bürger bei der Information und dem Dialog zum Stromnetzausbau unterstützen möchte, unter dem Link  abgerufen werden.